Das gilt für Temposünder, Falschparker & Co.

Neuer Bußgeldkatalog

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Während unsere gesamte Aufmerksamkeit in den letzten Wochen der Corona-Pandemie galt, hat die Bundesregierung am 28.04.2020 einen neuen Bußgeldkatalog für den Straßenverkehr verabschiedet. Und der hat es in sich. Lesen Sie hier, was Temposünder, Falschparker & Co. in Zukunft erwartet.

Geschwindigkeitsüberschreitung

Wer innerhalb und außerhalb von geschlossenen Ortschaften 16 bis 20 km/h zu schnell unterwegs ist, muss jetzt mit einem Bußgeld von 70 Euro (innerorts) bzw. 60 Euro (außerorts) rechnen.

Bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts von 20 bis 25 km/h wird es jetzt teuer und richtig unangenehm. Neben einem Bußgeld von 80 Euro gibt es zusätzlich einen Punkt in Flensburg und ein einmonatiges Fahrverbot.

Wer außerorts die Geschwindigkeit um 21 bis 25 km/h überschreitet, muss 70 Euro Bußgeld zahlen und bekommt dazu einen Punkt in Flensburg. Das einmonatige Fahrverbot wird erst ab einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 26 km/h verhängt.    

Das einmonatige Fahrverbot bei einer einmaligen Geschwindigkeitsüberschreitung hat in der letzten Woche für großen Unmut gesorgt. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat angekündigt, einen Teil der Verschärfung rückgängig zu machen.

Falschparken

Strenge Regeln gelten nun auch für falsches Parken. Wer sein Fahrzeug unzulässig auf einem Schwerbehinderten-Parkplatz oder auf einem Parkplatz für E-Autos oder Carsharing-Autos parkt, muss 55 Euro Strafe zahlen. Kurz anhalten und in zweiter Reihe parken ist jetzt richtig teuer und wird mit 55 Euro Bußgeld bestraft, bei Behinderung mit 70 Euro und einem Punkt in Flensburg. Das gilt auch für das Parken auf Geh- und Radwegen sowie das Halten auf Schutzstreifen.   

Seitenabstand zu Fahrradfahrern

Kraftfahrzeuge müssen beim Überholen von Fahrradfahrern einen Mindestabstand von 1,5 Metern innerorts und 2 Metern außerorts einhalten. Dieser Mindestabstand gilt auch zu Fußgängern und E-Scootern.

Rettungsgasse

Wer keine Rettungsgasse bildet, zahlt 200 Euro Bußgeld und kassiert zwei Punkte in Flensburg. Unerlaubtes Fahren durch die Rettungsgasse ist noch teurer und wird mit mindestens 220 Euro Bußgeld, zwei Punkten in Flensburg und einem Monat Fahrverbot bestraft.

Weitere Verstöße

Wer Einsatz- oder Rettungsfahrzeuge behindert, muss mit 100 Euro Bußgeld rechnen.

Das Nutzen einer Blitzer-App wird mit 75 Euro und einem Punkt in Flensburg bestraft.

Wer unnötig Lärm und Schmutz verursacht durch z. B. Aufheulen des Motors oder unnützes Hin- und Herfahren, muss nun bis zu 100 Euro bezahlen.

Zur Vermeidung von schweren Unfällen müssen Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen und Busse beim Rechtsabbiegen auf Straßen, auf denen mit Radfahrern oder Fußgängern gerechnet werden muss, Schrittgeschwindigkeit (7 km/h) fahren. Verstöße werden mit 70 Euro und einem Punkt in Flensburg bestraft.

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