Wie Sie den Kapitalwert berechnen

Investitionsplanung

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Nach Angaben von Statista investieren mittelständische Unternehmen in Deutschland fast 200 Milliarden Euro jährlich. Investitionen sind die Triebfedern für Innovationen und Wachstum. Die Corona-Krise hat die Stimmung zwar getrübt, aber langfristig sind Investitionen vor allem in die Digitalisierung für alle Unternehmen wichtig. Wie jede unternehmerische Aktivität sind sie aber auch risikoreich, weshalb eine professionelle Investitionsplanung notwendig ist. In vielen kleinen mittelständischen Unternehmen fehlen dafür häufig die Zeit, Kompetenz und Tools. Erfahrene Steuerberater und Unternehmensberater bieten dabei wertvolle Hilfe.

Planung von Einzelinvestitionen

Investitionen schlagen sich in der Bilanz nieder und können unterschieden werden in Finanzinvestitionen (Beteiligungen, Kauf von Unternehmen), materielle Investitionen (z. B. Grundstücke, Gebäude, Maschinen, Fahrzeuge, Kommunikationstechnik) und immaterielle Investitionen (Patente, Lizenzen, Software). Für jede Investition ab einer bestimmten Größenordnung sollten Sie ihre Vorteilhaftigkeit berechnen. Für Investitionsrechnungen hat die Betriebswirtschaftslehre eine Reihe von Methoden entwickelt, von denen die Kapitalwertmethode die aussagekräftigste ist.

Kapitalwertmethode

Bei der Kapitalwertmethode zinsen Sie die prognostizierten Zahlungsüberschüsse der Investition mit einem Risikozinssatz auf die Gegenwart ab. Im angelsächsischen Raum heißt dieser Ansatz daher Discounted Cash Flow (DCF). Diese Methode wird auch für die Bewertung von Unternehmen genutzt.

  • Berechnung der freien Cash Flows: Während die Auszahlungen einer Investition für Anschaffung, Betrieb und Entsorgung über die Laufzeit noch gut kalkulierbar sind, ist die Prognose der Einzahlungen in Form von Umsätzen oder eingesparten Auszahlungen schwieriger. Planen Sie daher immer konservativ.
  • Zinssatz für Risikoinvestitionen: Geeignet ist ein Risikozinssatz, der sich z. B. als gewichtetes Mittel aus Ihren Eigenkapital- und Fremdkapitalkosten ergibt.

Eine Investition ist dann vorteilhaft, wenn der Kapitalwert positiv ist. Dann verzinst sich das Investment mindestens zum verwendeten Kalkulationszinssatz. In einigen Fällen kann eine Investition aber auch strategisch sinnvoll sein, die nach der Kapitalwertmethode eigentlich verworfen werden müsste. So können zusätzliche Synergieeffekte eine andere Sichtweise ergeben. In der digitalen Welt werden auch unfassbare Preise für neue Technologien und Kundenportfolios bezahlt.

Aggregation zu einer Gesamtplanung

Die einzelnen Investitionsplanungen über alle Geschäftsbereiche verdichten Sie dann zu einem Investitionsgesamtplan, an den sich Ihre Finanzierungsplanung anschließt. Je nach Größe Ihres Unternehmens können Sie Ihre Planungen mit Tabellenkalkulationsprogrammen wie Excel, moderner Planungssoftware oder mit komplexen ERP-Lösungen organisieren.

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