Das Sparmodell für Millionen Beschäftigte

Steuern sparen im Homeoffice

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Millionen Beschäftigte arbeiten seit Wochen im Homeoffice. Bislang war es schwierig, die Kosten für den häuslichen Arbeitsplatz von der Steuer abzusetzen. Doch jetzt, wo er für viele zum Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit geworden ist, sind die Chancen groß, bei der nächsten Steuererklärung Geld zurückzubekommen.

Voraussetzungen

Die Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer können Sie als Werbungskosten oder Betriebsausgaben abziehen, wenn:

  • für Ihre berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz vorhanden ist. Sie können maximal 1.250 Euro pro Jahr ansetzen, müssen diesen Betrag aber objektbezogen nachweisen.
  • das Arbeitszimmer den Mittelpunkt Ihrer gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung bildet (unbeschränkter Abzug).

Für Millionen Beschäftigte dürfte durch das verordnete Homeoffice die zweite Voraussetzung „Beruflicher Mittelpunkt“ erfüllt sein.

Hürden überwinden

Um die Voraussetzungen zu erfüllen, sind einige Hürden zu überwinden. Es gilt: die Kosten können nur für ein separates Arbeitszimmer abgesetzt werden. Wer seit Wochen seine Arbeit vom Küchentisch oder Sofa aus erledigt, geht leer aus. Auch eine Arbeitsecke im Esszimmer oder Flur sind kein Arbeitszimmerersatz. Im Raum dürfen sich weder Küche, Fernseher noch Bett befinden, da dann der Anschein einer privaten Nutzung vorliegt. Ein Arbeitszimmer darf nur zu zehn Prozent privat genutzt werden. Daher fallen Küchen, Flure, Wintergärten oder Kellerräume aus.

Kosten absetzen

  • Anteilige Kosten: Sofern keine direkte Zuordnung möglich ist, können Sie die Kosten für Ihr Arbeitszimmer anteilig im Verhältnis zur Gesamtwohnfläche absetzen. Dazu gehören Miete, Gebäude-Afa und Zinsen (bei Immobilienbesitzern), Strom, Wasser, Heizung, Müllabfuhr, Grundsteuer, Reinigungskosten u.a.   
  • Vollabzugsfähige Kosten: Sie können die Renovierungskosten für das Arbeitszimmer und auch die Kosten für die Ausstattung wie z. B. Teppiche, Vorhänge, Lampen etc. komplett absetzen.
  • Einrichtungsgegenstände und Arbeitsmittel: Auch die Kosten für Schreibtisch, Bürostuhl, Regal können Sie als Werbungskosten absetzen. Ebenso die Kosten für einen Internetanschluss, Router, Drucker, etc., sofern Ihr Arbeitsgeber Ihnen diese Kosten nicht erstattet. Wichtig ist, dass Sie die Gegenstände ausschließlich für berufliche Zwecke nutzen. Die Kosten können Sie als geringwertiges Wirtschaftsgut absetzen, wenn der Kaufpreis 952 Euro (brutto) bzw. 800 Euro (netto) nicht übersteigt.

Nachweise sammeln

Sammeln Sie Nachweise, damit Sie die Kosten für Ihr Homeoffice bei Ihrer nächsten Steuererklärung belegen können. Dazu gehört auch eine Bestätigung vom Arbeitgeber, dass das Homeoffice tatsächlich angeordnet wurde. Das Führen einen Stundenzettels erleichtert ebenfalls den Nachweis.

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