03.02.2019

Flotten digital steuern

Telematik im Fuhrpark

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Wo steckt der Außendienstmitarbeiter und wo ist das Fahrzeug? Welcher Fahrer macht Pause und wer kann den nächsten Auftrag annehmen? Telematik ist eines der großen Themen für Fuhrparkmanager. Telematiksysteme erhöhen die Effizienz, Transparenz und Sicherheit im Fuhrpark. Aber welches System ist das richtige?

Der Begriff Telematik steht für GPS-basiertes Flottenmanagement. In einem vernetzten Fuhrpark sammelt ein kleiner Bordcomputer in Echtzeit sämtliche Fahrdaten und wertet diese aus. Sie öffnen Ihr Programm und haben im Idealfall direkt einen Überblick über Kilometerstände, Spritverbräuche, Lenk- und Ruhezeiten Ihrer Fahrzeuge.

Sie haben verschiedene Möglichkeiten, Ihren Fuhrpark zu vernetzen. Viele Hersteller bieten und ganzheitliche Systeme, die Sie buchen und nutzen können. In einem Mehrmarkenfuhrpark müssen diese Systeme jedoch angepasst werden. Hier bietet es sich an, alle Fahrzeuge über eine Blackbox zu netzen, die in jedes Fahrzeug eingebaut wird. Es gibt auch eine Vielzahl von kleinen Anbietern, die Teillösungen für Telematik entwickelt haben.

Teledaten nutzen

Laut Dataforce ist mittlerweile fast jede zweite Großflotte mit Telematiksystemen ausgestattet. Dabei gilt: Je größer die Flotte, desto öfter wird Telematik eingesetzt. Bei Flotten von 50 – 99 Fahrzeugen wird Telematik von 42 Prozent der Unternehmen eingesetzt. Bei Flotten ab 100 Fahrzeugen sind es 47 Prozent der Unternehmen. Telematiksysteme werden vor allem in Lkw-Flotten eingebaut. Der Pkw-Bereich ist aber auf dem Vormarsch.  

Vorteile von Telematik

Kosten reduzieren: Sie können z. B. durch die Erfassung von Kilometerständen die Fahrzeuge einsetzen, die noch freie Kilometerleistungen haben. Anhand der Spritverbräuche lassen sich Treibstoffanalysen erstellen und Sie sehen, welche Fahrzeuge besonders sparsam sind. Es gibt auch Systeme, die den Reifendruck aller Fahrzeuge digital überwachen. Bei einem niedrigen Reifendruck wird dann automatisch eine Meldung an die Zentrale geschickt. Ein sinnvolles Warnsystem, wenn man bedenkt, dass laut TÜV Süd ein zu niedriger Reifendruck von 0,2 Bar im Stadtverkehr den Spritverbrauch um bis zu fünf Prozent erhöht.   

Sicherheit erhöhen: Telematiksysteme verbessern auch die Sicherheitsstandards für Fahrer und Unternehmen. Eingebaute Sensoren leiten frühzeitig Defekte am Fahrzeug an den Fuhrparkmanager weiter und verhindern damit eine Panne. Bei einem Unfall werden im Bedarfsfall ein Abschleppwagen und ein Krankenwagen gerufen. Die Unfalldaten werden anschließend analysiert und an die Versicherung weitergeleitet.   

Kontrolle verbessern: Ein Telematik-System hält Sie nicht nur auf dem Laufenden über die Fahrzeugdisposition Ihres Fuhrparks oder die Ort- und Standzeiten Ihrer Fahrzeuge. Sie können damit auch ein gestohlenes Fahrzeug orten und Ihrem Fahrer in einer Notsituation helfen.

Arbeitsabläufe straffen: Mit dem elektronischen Fahrtenbuch erfassen Sie auch bequem und in Echtzeit die Arbeitszeiten Ihrer Fahrer. Das vereinfacht die Gehalts und Reisekostenabrechnung. Zusätzlich dokumentieren Sie automatisch die Arbeitszeiten Ihrer Mitarbeiter und erfüllen damit die Anforderungen nach dem Mindestlohngesetz.

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