Sachwerte in inflationären Zeiten

Gold als Geldanlage

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Die Inflation in Deutschland ist offenbar gekommen, um erst einmal zu bleiben. Der Verbraucherpreisindex ist im Mai 2022 auf 7,9 Prozent gestiegen, der Index der Erzeugerpreise sogar auf über 30 Prozent. Die hohen Tarifabschlüsse in einigen Branchen werden zudem die Lohn-Preis-Spirale weiter ankurbeln. In einem derartigen inflationären Umfeld unterliegen alle Nominalwerte wie Bank- und Sparguthaben, Anleihen und Lebensversicherungen einer starken Geldentwertung. Kein Wunder, dass in den letzten Jahren die Aktien und Immobilienpreise kräftig gestiegen sind. Anleger flüchten in Sachwerte. Doch wie steht es aktuell mit Gold als Anlagemöglichkeit?

Vor- und Nachteile von Gold

Mit Goldmünzen konnte man noch während der Kaiserzeit in Deutschland bezahlen. Es war gesetzliches Zahlungsmittel. Später diente es zur vollen oder teilweisen Deckung von Währungen, so auch im Bretton-Woods-System nach dem zweiten Weltkrieg. Erst Präsident Nixon hob im August 1971 die Möglichkeit, Dollar gegen Gold einzutauschen, auf. Seitdem basieren alle Währungen der Welt auf Vertrauen.

Weltweit gibt es knapp 200.000 Tonnen. Die jährliche Produktion liegt bei rund 3.000 Tonnen. 51 Prozent des Goldbestandes sind in Schmuck verarbeitet, 12 Prozent werden in der Industrie verwendet, 18 Prozent liegen bei den Zentralbanken und 17 Prozent sind im Privatbesitz.

Die Vorteile von Gold bestehen heute darin, dass es beim physischen Kauf keinem Emittentenrisiko unterliegt, knapp, begehrt und seit tausenden von Jahren wertstabil ist. So bekam man für eine Unze Gold im alten Rom eine hochwertige Toga. Heute erhält man dafür einen schicken Armani-Anzug. Gold ist auch ein guter Inflationsindikator. Bekam man vor 20 Jahren für einen Euro noch 0,11 Gramm Gold, so sind es heute nur noch 0,017 Gramm. Der Wert des Euro hat sich also gegenüber Gold in zwei Jahrzehnten um rund 85 Prozent reduziert. Die durchschnittliche Jahresrendite von Gold ist in Euro gemessen mit zwei Ausnahmen in den letzten 20 Jahren durchweg positiv und mitunter auch zweistellig.

Die Nachteile von Gold liegen darin, dass es keine laufenden Erträge erzielt und Lagerkosten verursacht. Zudem unterliegt Gold einem Währungsrisiko, da es in US-Dollar gehandelt wird. So können Sie selbst bei einem steigenden Goldkurs Verluste machen, wenn der Dollar abgewertet wird. Umgekehrt können Sie auch Gewinne erzielen, wenn nicht nur der Goldkurs, sondern auch der Dollar steigt. Entscheidend ist der Goldkurs in der Heimatwährung – dem Euro. Darüber hinaus ist es bei Gold als Anlage von entscheidender Bedeutung, dass das Material echt und geprüft ist. 

Anlagemöglichkeiten

Gold hat eine niedrige Korrelation mit Aktien. Das bedeutet, dass sich der Goldkurs häufig entgegengesetzt zu den Aktienkursen entwickelt. Daher ist es sinnvoll, Gold in jedes Depot beizumischen.

Privatanleger setzen bei Gold-Investments überwiegend auf Münzen und Barren. Sehr beliebt ist die wohl bekannteste Goldmünze der Welt, der Krugerrand (auch: Krügerrand), benannt nach dem Gründer des Kruger-Nationalparks in Südafrika Paul Kruger und der Landeswährung „Rand“. Auch Maple Leaf, Wiener Philharmoniker, Panda, Lunar und Känguru oder der klassische (Kine-) Barren sind weitere Möglichkeiten, physisches Gold zu erwerben. Zur sicheren Aufbewahrung eignet sich ein Schließfach oder ein Banktresor. Nach einem Jahr Haltedauer ist ein möglicher Veräußerungsgewinn steuerfrei.  

Neben der Möglichkeit, physisches Gold in Form von Barren oder Münzen zu erwerben, bestehen auch weitere Anlagemöglichkeiten in Gold, wie z. B. Aktien oder Derivate.

Interessieren Sie sich für Gold als Anlagemöglichkeit? Dann sprechen Sie uns bitte an. Wir arbeiten mit verlässlichen Partnern zusammen, die für die Echtheit von Goldbarren und -Münzen bürgen.

Volksbank Marl-Recklinghausen eG

Dennis Krause
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