Ein aktueller Überblick

Corona-Konjunkturhilfen

© StockRocket - stock.adobe

Das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben nach dem Corona-Lockdown erwacht allmählich. Die Lockerungen sind je nach Bundesland unterschiedlich. Was auf absehbare Zeit bleibt, sind Hygieneregeln, soziale Distanz, Maskenpflicht und Verbote von Großveranstaltungen. Die Wirtschaft ist je nach Branche hart getroffen. Die Zahl der Kurzarbeiter liegt bei rund sieben Millionen. Die Arbeitslosigkeit steigt. Die Bundesregierung hat umfangreiche Hilfspakete auf den Weg gebracht. Gerade wurde ein Corona-Konjunkturpaket in Höhe von 130 Milliarden Euro beschlossen.

  • Mehrwertsteuer: Sie soll vom 1.7. bis 31.12.2020 von 19 Prozent auf 16 Prozent und ermäßigt von 7 auf 5 Prozent gesenkt werden.
  • Stromkosten: Die EEG-Umlage soll ab 2021 vom Bund bezuschusst werden, so dass die Preise sinken.
  • Firmen: Mit Überbrückungshilfen im Umfang von 25 Milliarden Euro sollen besonders betroffene Branchen wie das Gastgewerbe, Reisebüros, Schausteller u.a. für die Monate Juni bis August von ihren Betriebskosten entlastet werden. Der Kulturbereich wird mit einer Milliarde unterstützt. Daneben sollen Unternehmen durch einen leichteren Verlustrücktrag und verbesserte Abschreibungsregeln ihre Liquidität stärken.      
  • Zukunftspaket: Mit 50 Milliarden Euro soll die Entwicklung innovativer Technologien und Produkte gefördert werden, wie z. B. Quantencomputing, Künstliche Intelligenz, Wasserstoffenergie und E-Fahrzeuge.
  • Kommunen: Sie erhalten vom Bund finanzielle Unterstützung für den Öffentlichen Nahverkehr, den Gesundheitssektor, die Unterkunft von Bedürftigen und den Gewerbesteuerausfall.

KfW-Förderkredite im Überblick

Hinzu kommen die bereits vorhandenen vielfältigen Corona-Hilfen. Dazu gehören neben den Soforthilfen für Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen (bis Ende Mai), den spezifischen Branchenhilfen (z. B. Mehrwertsteuersenkung für Speisen in der Gastronomie und das Programm Neustart für Künstler und Kreative), den Steuerstundungen, diversen rechtlichen Erleichterungen (z. B. Verlängerung der Insolvenzantragspflicht) und weiteren Programmen der Landesregierungen vor allem die KfW-Förderkredite. Hier noch einmal ein Überblick:

  • Für Unternehmen, die älter als fünf Jahre sind: Für den KfW-Unternehmerkredit (037/047) übernimmt die KfW 80 Prozent des Risikos (bei Großunternehmen) und 90 Prozent bei kleinen und mittleren Unternehmen. Ob Sie Sicherheiten stellen müssen, hängt von Ihrer Bonität ab. Sie können je Unternehmensgruppe bis zu 1 Mrd. Euro beantragen. Der Kredithöchstbetrag ist begrenzt auf 25 % des Jahresumsatzes 2019, das Doppelte der Lohnkosten von 2019 oder den aktuellen Finanzierungsbedarf für die nächsten 18 Monate bei kleinen und mittleren Unternehmen bzw. 12 Monate bei großen Unternehmen. Zudem darf 50 % der Gesamtverschuldung oder 30 % der Bilanzsumme des Unternehmens bei Krediten über 25 Mio. Euro nicht überschritten werden.
  • Für Unternehmen, die jünger als fünf Jahre sind: Wenn Ihr Unternehmen mindestens drei Jahre am Markt aktiv ist, bietet die KfW einen Kredit für Investitionen und Betriebsmittel. Für kleine und mittlere Unternehmen gilt auch hier die Risikoübernahme von 90 Prozent durch die KfW.
  • KfW-Schnellkredit: Diese neue Förderung gilt für mindestens seit Januar 2019 am Markt aktive Unternehmen mit mehr als 10 und bis zu 249 Mitarbeitern. Der Kredit wird zu 100 Prozent durch den Bund abgesichert. Beschäftigen Sie weniger als 50 Personen, können Sie bis zu drei Monatsumsätze 2019 beantragen, maximal jedoch 500.000 Euro. Beschäftigen Sie mehr als 50 Personen, erhöht sich der Wert auf maximal 800.000 Euro. Voraussetzung in beiden Fällen ist jedoch, dass Ihr Unternehmen vor der Corona-Krise profitabel war.

Ihre Kreditanfrage können Sie unter www.vb-marl-recklinghausen.de/kampagnen/vrnw/corona.html online vorbereiten. Ihr Firmenkundenberater steht Ihnen jederzeit auch persönlich für Ihre Fragen zur Verfügung und unterstützt Sie bei der Beantragung der Mittel.

Volksbank Marl-Recklinghausen eG

Victoriastraße 1-5
45772 Marl

Fon: 02365 418-0
Fax: 02365 418-172

Volksbank Marl-Recklinghausen eG

Auch interessant

Mit Wumms durch die Corona-Krise

Digitale Investitionen

Geldanlage in Corona-Zeiten

Inflation oder Deflation

Drucken