Regionales | Emscher-Lippe

Michael Ehling, BURK AG, Recklinghausen

Corona-Krisenmanagement im Mittelstand

Michael Ehling, Geschäftsführer der Burk AG aus Greven, im Gespräch mit unserem Mittelstandsnetzwerk.

Die wirtschaftlichen Probleme vieler Unternehmen haben sich seit der Corona-Pandemie erheblich verschärft. Was raten Sie betroffenen Geschäftsführern und Geschäftsführerinnen?

Trotz aller Belastung ist schnelles Reagieren unbedingt notwendig. Besonders, wenn Fördermittel in Anspruch genommen werden sollen: Die Zeit von der Antragstellung der Fördermaßnahmen bis zum tatsächlichen Geldeingang kann mehrere Wochen in Anspruch nehmen. In dieser Zeit laufen die finanziellen Belastungen weiter und die wirtschaftliche Schieflage wird bedrohlich. Dabei sind Suche nach neuen Geschäftsfeldern, die Umstellung unprofitabler Geschäftsabläufe, die Wiederherstellung von Liquidität oder die Digitalisierung von Teilbereichen nur ein paar Beispiele, die Krise halbwegs unbeschadet zu überstehen.

Neben der alltäglichen Belastung, einem Dschungel von Antragsformularen, sich ständig verändernden Richtlinien und Bestimmungen ist das für Unternehmer*innen kaum leistbar.

Ein Blick von außen liefert immer wertvolle Impulse, Unterstützungsmöglichkeiten und schafft Entlastung. Die Hilfestellung und Erfahrung ist eine perfekte Ergänzung zum Know-how im Geschäftsbetrieb. Außerdem verfügt eine gute Unternehmensberatung über ein stabil geknüpftes Netzwerk, was weitere Hilfe und Kompetenz für das Unternehmen bedeutet.

Unternehmensberater sind immer teuer! Wer soll sich das leisten können, in diesen schwierigen Zeiten?

Grundsätzlich können Verzögerungen oder Fehler bei der Reorganisation, am Ende teurer kommen. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert die externe Beratung derzeit mit max. 4.000 €. Das Unternehmen zahlt lediglich die Umsatzsteuer. So soll auch kleinen und mittelständischen Betrieben die Möglichkeit gegeben werden, sich zusätzliche Expertise und wertvolle Unterstützung zu sichern.

Was genau wird vom BAFA gefördert und darf jeder Unternehmensberater beauftragt werden?

Alle Unternehmen, die nachweislich aufgrund der COVID19-Pandemie in Schwierigkeiten geraten sind, können eine geförderte Beratung in Anspruch nehmen. Insbesondere jetzt fehlt es Geschäftsführern und Geschäftsführerinnen an der nötigen Zeit, sich mit Themen wie

  • Unternehmenskonzeption,
  • Geschäftserweiterung oder -umstrukturierung,
  • Technologiewechsel und Innovationen,
  • Investitionsbedarf und Rentabilität,
  • Liquiditätsüberprüfung,
  • Finanzierungsstrategien,
  • Kapitalbeschaffung oder Umschichtung von Kapital,
  • oder personellen Entscheidungen

hinreichend auseinanderzusetzen.

Für diese Förderung muss der Berater beim BAFA gelistet sein und eine entsprechende Zertifizierung vorweisen. Darauf muss bei der Suche nach Hilfe unbedingt geachtet werden.

Aufgrund der aktuellen Situation und der gebotenen Kontaktvermeidung, ist es zudem ausnahmsweise möglich, die Beratung virtuell in Anspruch zu nehmen.

 

Vielen Dank für das Gespräch Herr Ehling.

copyright BPF Best Practice Forum GmbH

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BURK AG

Michael Ehling
Nordstraße 25
45657 Recklinghausen

Fon: 02361 4077507

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